Damit meine ich keine vergleichsweise marginalen Eigentraditionen wie z. das O Lumen Ecclesiae der Dominikaner oder ihre Salveprozession. Vom prämonstratensischen Liber ordinarius gibt es auch eine ältere Version als eingescannte Handschrift bei der Bayrischen Staatsbibliothek

Auffällig für Außenstehende sind vor allem (gilt für die deutschsprachige Zirkarie), die eigenen Übersetzungen und das Fehlen der Responsorien in Laudes und Vesper.

Die kleine Hore hat aber ein Responsorium, wie es im römischen Stundenbuch die großen Horen haben.

Die Prämonstratenser haben ihren Eigenusus zwar immer wieder an den römischen angeglichen, aber bestimmte Eigenarten beibehalten und mehr oder weniger stark gepflegt.

Zugegeben, mit Prämonstratenserliturgie hatte ich noch nicht viel zu tun (gar nichts nämlich).

Vorkonziliare Gebet- und Gesangbücher wie das Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen. Zum Thema "Stundengebet" der Laien: Ich war als Gärtnerlehrling von 19 in der Pfarrgemeinde St. Da ich sehr gern in der damals sogenannten "Pfarrjugend" Mitglied wurde, habe ich nähere Bekanntschaft mit jungen Gruppenführern aus der Liturgischen Bewegung gemacht. Wir kamen bereits gegen Uhr in der Pfarrkirche zusammen und begannen anhand des "Kirchengebet" mit den vorbereitenden Gebeten, wie ich sie auch heute noch in meinem "Schott" (1958, Herder-Freiburg) vorfinde. 18 Jahre später nach Gymnasium (mit 19 bis 28 -einschließlich- Noviziat) nachgeholt! Selbstverständlich habe ich in den Gemeinde, in welchen ich tätig war, möglichst jeden Sonntagnachmittag mit Orgelbegleitung und immer gegen 30 Gläubigen die Vesper gebetet (gesungen)!

Meine Liebe zu ordnungsgemäßer Liturgie wurde damals bei mir grundgelegt! Also: Psalm 83 mit Antiphon, Vater Unser mit nachfolgenden Gebeten. In dieser Weise wurden wir in das Psalmengebet eingeführt, das wir vor Hochfesten stets als Vesper gemeinsam beteten. Vieles ist auch heute möglich, allerdings müssen die Priester eben die Bereitschaft dazu an den Tag legen!

Weiters gibt es einige Eigengesänge und – wie wohl auch bei den Dominikanern – acht O-Antiphonen, sowie eine besondere Tradition der Osterprozessionen.

Der Heilige Norbert hatte ursprünglich eine stärker von den anderen Gebräuchen abweichende Ordnung vorgesehen, musste aber Zugeständnisse machen.

Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. Doch auch schon im alten SC (vor 1948) waren zweisprachige „Vespergesänge“ mit den Psalmen der Sonntagsvesper drin.

– Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009Vom Maria Engelport-Strang kommend frage ich mich, ob heutzutage irgendwo im deutschsprachigen Raum regelmäßig das Stundengebet oder einzelne Horen nach den 1962er Büchern in Gemeinden/Kirchen mit Beteiligung des "Volkes" gebetet werden (abgesehen von besonderen Ereignissen wie der Libori-Erhebung u.ä.)? Doch auch schon im alten SC (vor 1948) waren zweisprachige „Vespergesänge“ mit den Psalmen der Sonntagsvesper drin. [...]Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.

Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena.